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Große Stadt-Marathons fordern Olympia-Startrecht für Philipp Pflieger

1. Oktober 2015 um 16:52

Nach dem äußerst gelungenen Marathon-Debüt von Philipp Pflieger am vergangenen Sonntag in Berlin sind die Diskussionen um die hohen Olympianormen des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) für die Marathon-Distanz in die nächste Runde gegangen.

Am heutigen Donnerstag forderten die Veranstalter der fünf größten deutschen Stadt-Marathons – BMW Berlin Marathon, Frankfurt Marathon, Haspa Marathon Hamburg, RheinEnergie Marathon Köln sowie München Marathon – ein Startrecht bei Olympia 2016 in Rio für Pflieger. Mit Berlin und Frankfurt engagieren sich die beiden einzigen IAAF Gold Label Races in Deutschland für den 28-Jährigen aus Regensburg.

Nachdem Pflieger ursprünglich sein Marathon-Debüt 2014 in Frankfurt geben wollte, jedoch vorzeitig aufgeben musste, lief er in Berlin am 27. September seinen ersten Marathon ins Ziel – und holte sich mit einer Zeit von 2:12:50 Stunden sogleich den ersten Platz unter den deutschen Startern.

Weltverband legt eine deutlich niedrigere Norm an

Trotzdem erreichte er nicht die vom DLV festgelegte Norm von 2:12:15 Stunden. Der DLV begründete seine Normzeit mit einer „realistischen“ Wettkampfchance. Dabei verkenne der DLV jedoch nach Ansicht vieler Experten, dass zwar rund 150 Ostafrikaner vor allen deutschen Marathon-Läufern stehen, sie sich jedoch auf drei Staaten kumulieren und pro Staat maximal drei Läufer an den Start gehen dürfen.

2015 Berlin Marathon Berlin, Germany September 27, 2015 Photo: Victah Sailer@PhotoRun Victah1111@aol.com 631-291-3409 www.photorun.NET

Setzen sich für Philipp Pflieger und die deutschen Marathon-Läufer ein (v. li.): Frank Thalheiser (Hamburg Marathon), Gernot Weigl (München Marathon), Mark Milde (Berlin Marathon), Markus Frisch (Köln Marathon), Jürgen Lock (Berlin), Jo Schindler (Frankfurt Marathon), Christian Jost (Berlin). Foto: Victah Sailer@PhotoRun

Die fünf Veranstalter der Stadt-Marathons können es nicht nachvollziehen, dass der DLV eine Zeit von 2:12:15 Stunden festgelegt hat, die vom Weltverband festgelegte Norm jedoch bei 2:17:00 Stunden liegt. Kein anderes Land in Europa als Deutschland lege so hohe Normen fest. „Diese harte Gangart ist völlig unverständlich“, sagen die Veranstalter. „So wird aufstrebenden Athleten wie dem 28 Jahre alten Pflieger die Olympiachance genommen. Was dies für seine Motivation und noch viel schlimmer: für die Motivation von Nachwuchsläufern bedeutet, sich der zehrenden Marathon-Laufbahn mit meist nur zwei großen Wettkämpfen im Jahr hinzugeben, dürfte klar sein.“

Sie verweisen außerdem darauf, dass die Zeit von 2:12:15 Stunden so hoch liege, dass sie „beinahe kein“ deutscher Marathon-Läufer schaffen könne. „Es gibt kaum eine andere olympische Disziplin, bei der so viele verschiedene Nationen am Start sind wie in den Laufwettbewerben. Doch deutsche Athleten werden davon vom eigenen Verband quasi ausgeschlossen. Diese harte Gangart ist völlig unverständlich.“

Nächste Chance: Frühjahrmarathons?

Sollte der DLV seine Norm nicht noch einmal überdenken, haben Pflieger, aber auch Talente wie Julia Flügel (Zeit in Berlin: 2:13:57 Stunden) noch eine theoretische Chance im Rahmen der Frühjahrmarathons. Wenn sie jedoch noch genügend Regenations- und Trainingsmöglichkeiten vor dem Olympia-Marathon im Sommer 2016 haben wollen, müssen sie sich beeilen. Pflieger sagte bereits in einem TV-Interview, wenn er eine schnelle Strecke haben wolle, müsse er im Frühjahr 2016 voraussichtlich weite Reisen nach Asien nehmen und z. B. beim Tokio Marathon starten.

Optimistischer sieht die Chance für Arne Gabius aus, der bei seinem Marathon-Debüt 2:09:32 Stunden im letzten Jahr in Frankfurt lief. Er möchte diese Zeit am 25. Oktober wiederum in Frankfurt nicht nur bestätigen, sondern auch den deutschen Marathon-Rekord (2:08:47 Stunden durch Jörg Peter 1988 in Tokio) knacken. In diesem Fall wäre er voraussichtlich der einzige deutsche Starter beim Olympia-Marathon.

Auch die deutsche Marathon-Läuferin Anna Hahner hätte mit ihrer Zeit von 2:30:19 Stunden, trotz Problemen, die internationale Norm von 2:42:00 Stunden locker geknackt. Der DLV verlangt für die Frauen jedoch 2:28:30 Stunden und damit 23,5 Minuten mehr.

London-Gewinner Kipchoge startet in Berlin

8. Juli 2015 um 12:16

Einen Tag nachdem Frankfurt die Verpflichtung von Arne Gabius bekannt gegeben hat, zieht der BMW Berlin Marathon nach – und bietet gleich drei Hochkaräter an:

Zuvorderst der Sieger des diesjährigen London-Marathons, Eliud Kipchoge aus Kenia, mit einer Bestzeit von 2:04:05 Stunden. Er gewann nicht nur London 2015, sondern auch die prestigereichen Läufe in Rotterdam und den World Marathon Majors-Lauf Chicago in 2014. Seine Bestzeit lief er 2013 in Berlin, sodass ihm die Strecke bestens bekannt ist. 2013 gewann er außerdem den Hamburg Marathon.

Sehr interessant ist auch der Start des Kenianers Emmanuel Mutai: Er wurde im vergangenen Jahr 2. in Berlin mit einer Weltklasse-Zeit von 2:03:13 Stunden. Erst wenige Kilometer vor dem Ziel lief ihm Dennis Kimetto weg, der einen neuen Weltrekord feiern durfte. Mutai war dabei ebenfalls unter der alten Kipsang-Weltrekordzeit geblieben. Sein letzter Marathon-Sieg liegt jedoch schon lange zurück: Zuletzt gewann Mutai 2011 den London-Marathon, danach holte er lauter 2. Plätze (New York 2011, London und Chicago 2013). Kimetto übrigens ist bislang nicht als Starter für Berlin gemeldet.

Als dritter im Bunde wird Geoffrey Mutai (ebenfalls aus Kenia) an den Start gehen. Er gewann 2011 den Boston-Marathon mit einer Zeit von 2:03:02 Stunden – die allerdings nicht bestenlistenfähig war, da die Strecke mehr als das erlaubte Gesamtgefälle aufweist.

„Wir freuen uns, dass diese drei Läufer am Start sind, und mit ihrem Profil dürfen wir uns auf ein spannendes Rennen freuen“, meinte Renndirektor Mark Milde, der beim BMW Berlin Marathon für die Verpflichtung der Spitzenläufer verantwortlich ist.

Der Lauf wird wie in den Vorjahren live von ARD und RBB übertragen. Die ARD berichtet von 08:45 bis 12 Uhr, solange wie noch nie, der RBB übernimmt dann und überträgt sogar bis 14 Uhr. Das Weltbild wird von Veranstalter SCC EVENTS produziert und in mehr als 150 Länder übertragen.

Arne Gabius startet beim Frankfurt Marathon 2015

7. Juli 2015 um 13:25

Hervorragende Neuigkeiten für die Veranstalter des Frankfurt Marathons: Arne Gabius wird auch seinen zweiten Marathon in Frankfurt laufen. Renndirektor Jo Schindler gab heute diese freudige Nachricht bekannt. Der 34-Jährige absolvierte im vergangenen Jahr in Frankfurt sein Marathon-Debüt und lief in 2:09:32 Stunden eine sehr starke Zeit.

Zuletzt gab es Gerüchte, Gabius könnte in Berlin starten – der dortige BMW Berlin Marathon ist neben Frankfurt der einzige Marathon Deutschlands in der höchsten Rennkategorie („Gold Label“) des Weltverbandes IAAF. Es soll auch Interesse anderer Herbstmarathons aus dem Ausland an einer Verpflichtung Gabius‘ gegeben haben. In Frankfurt wird zwar in diesem Jahr am 25. Oktober die Deutsche Meisterschaft ausgetragen, doch fehlt dem Veranstalter nach wie vor ein Titelsponsor und somit das nötige Kleingeld, um Weltklasse-Läufer zu engagieren.

Die Resultate auf der Straße waren für Arne Gabius in diesem Jahr bislang durchwachsen. In New York holte er beim Halbmarathon zwar eine Top-10-Platzierung, doch sein Ziel, den deutschen Halbmarathon-Rekord anzugreifen, musste er beim Berliner Halbmarathon aufgeben: Nach 15 Kilometer hatte er mit Seitenstechen zu kämpfen und bekam einen Blackout; am Ende kam er auf Platz 301 in das Ziel.

Besser machen möchte er es nun beim Frankfurt Marathon, wo der deutsche Marathon-Rekord (2:08:48 Stunden, 1988) fallen soll. „Ich habe tolle Erinnerungen an den Frankfurt Marathon, die Bilder sind immer noch im Kopf. Frankfurt hat eine schnelle Strecke, der Zeitpunkt des Rennens ist genau richtig für mich, und es hat wirklich alles gepasst in Frankfurt im vergangenen Jahr“, so Gabius. „Es ist mein Ziel, in Frankfurt zumindest 46 Sekunden schneller zu laufen als bei meinem Debüt. Viele Topläufer, mit denen ich gesprochen habe, sagen, dass der zweite Marathon deutlich besser sein sollte als der erste.“ Renndirektor Jo Schindler: „Wir werden alles tun, um ihm bestmögliche Bedingungen zu schaffen, damit er das erreicht, was er sich vornimmt. Nur auf der schnellen Frankfurter Strecke hat er in diesem Jahr die Chance, Deutscher Meister zu werden und bei dem Gold Label-Rennen eine außerordentlich starke Platzierung zu erreichen.“

IRONMAN-Europameister Jan Frodeno auf der Laufstrecke und im Ziel

5. Juli 2015 um 18:24

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Deutsche dominieren „Hitzeschlacht“ beim IRONMAN Frankfurt

5. Juli 2015 um 17:22

Ein großer Tag für den deutschen Triathlonsport: Beim IRONMAN in Frankfurt am Main gingen die ersten drei Plätze im Männerrennen alle an deutsche Athleten.

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Im letzten Jahr noch geschlagen, nun IRONMAN-Weltmeister: Jan Frodeno bei seinem Sieg in Frankfurt.

Von Anfang an sorgte Jan „Frodo“ Frodeno für das Tempo und ging mit einem überraschenden Abstand auf seine Verfolger aus dem Wasser am Langener Waldsee. Beim Umsteigen auf das Rad verlor er zwar etwas Zeit, die er auf dem Rad jedoch wieder gut machen konnte. Weltmeister Sebastian Kienle blieb dann bei der letzten Distanz, dem Marathonlauf, nur noch das Hinterherlaufen. Frodeno gewann die IRONMAN-Europameisterschaft mit einer Zeit von 07:49:48 Stunden – damit knackte er auch den Streckenrekord von Kienle aus dem letzten Jahr um gut fünf Minuten.

Vorjahressieger Sebastian Kienle blieb bei der „Hitzeschlacht“ in Frankfurt nur Platz 2.

Vorjahressieger Sebastian Kienle blieb bei der „Hitzeschlacht“ in Frankfurt nur Platz 2.

Kienle kam in 08:01:39 Stunden auf dem zweiten Platz ins Ziel, Andy Boecherer in 08:03:49 Stunden. Bas Diederen aus den Niederlanden blieb nur noch der vierte Platz (08:05:36 Stunden), dem IRONMAN-Weltmeister aus 2013, Frederik van der Lierde (Belgien), Platz 5 (08:07:09 Stunden). Bei den Frauen gewann Daniela Ryf aus der Schweiz in 08:51:00 Stunden vor der Deutschen Julia Gajer (09:01:58 Stunden).

Bei den Frauen siegte die Schweizerin Daniela Ryf.

Bei den Frauen siegte die Schweizerin Daniela Ryf.

Wie erwartet wurde der IRONMAN am Sonntag eine „Hitzeschlacht“. Für das Schwimmen über 3,8 Kilometer gab es ein Verbot von Neoprenanzügen. Der Veranstalter misste am Tag dann Temperaturen bis zu 38 Grad Celsius, die jedoch wieder viele Menschen nicht davon abhielt, entlang der Strecke Elite und die Amateure anzufeuern.

IRONMAN: „Ich möchte mich quälen“

2. Juli 2015 um 18:40

Am Sonntag geht es für den 29-jährigen Björn Ulbricht von Eintracht Frankfurt Triathlon in Frankfurt um alles: Er startet zu seinem ersten IRONMAN. Das Ziel: Unter zehn Stunden bleiben. Doch den Frankfurter erwartet eine echte „Hitzeschlacht“. Mit einer Bestzeit von 3:28 Stunden beim Frankfurt Marathon im vergangenen Jahr möchte Ulbricht seine Stärke im Laufen nutzen, um eine erfolgreiche Premiere zu feiern.

erlaeuft.de: Lieber Björn, am Sonntag startest Du bei Deinem ersten IRONMAN. Was macht für Dich der Reiz des IRONMANs aus?

Björ11693174_1139064792792638_2068983345_nn Ulbricht: Ja, Sonntag ist es soweit. Mein erster „echter“ Triathlon. Der Reiz am IRONMAN, speziell am IRONMAN Frankfurt, ist natürlich die geniale Atmosphäre an der Strecke. Nach dem ich 2014 an der Laufstrecke stand, wusste ich sofort: ‚Da will ich mich nächstes Jahr auch entlang quälen‘. Auf der anderen Seite ist es natürlich auch der Reiz an seine Grenzen zu gehen und zu sehen, zu welchen Leistungen man seinen Körper über diese lange Distanz treiben kann.

erlaeuft.de: Der Veranstalter sprach am Mittwoch von einer „Hitzeschlacht“, die Frankfurt am Sonntag erwarte. Was bedeutet das für Deine Wettbewerbsplanung?

Björn Ulbricht: Wichtiger als bei kühleren Temperaturen ist es natürlich seinen Körper stetig mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen. Die Belastung für den Körper ist bei diesen Temperaturen natürlich ungemein größer. Von entscheidender Bedeutung wird es sein, vernünftig seine Kräfte unter Berücksichtigung der Hitze einzuteilen, bevor einen wegen Übermuts die Erschöpfung und/oder die Krämpfe zu einer Aufgabe zwingen. Oberste Priorität hat schließlich das Ankommen.

erlaeuft.de: Für viele Menschen ist bereits ein Marathon eine wahre Herausforderung. Beim IRONMAN geht es zu Fuß erst los, nachdem bereits 3,86 Kilometer geschwommen und 180,2 Kilometer Rad gefahren wurde. Wie bekommt man alle drei Sportarten unter einem Hut?

Björn Ulbricht: Ja, das ist tatsächlich die Kunst bei der Langdistanz. Da man die meiste Zeit beim IRONMAN auf dem Rad verbringt, wird hier natürlich auch das meisten Training für aufgebracht. Danach kommen das Laufen und dann (vor allem bei mir mit größerem Abstand) das Schwimmen. Wichtig sind vor allem die Koppeleinheiten, sodass man seinen Körper auch an die Belastungswechsel gewöhnt. Nach langen Radeinheiten gab es daher des Öfteren längere Laufeinheiten im Anschluss. Ich würde trotzdem sagen, dass der Marathon nach 180 km Rad, in Anbetracht der Erschöpfung, der härteste Teil des IRONMAN ist. Aber wir werden sehen (grinst).

erlaeuft.de: Du gehst selbst regelmäßig bei Volksläufen im Rhein-Main-Gebiet an den Start. Was macht für Dich das Laufen aus und ist es vielleicht auch Deine Paradedisziplin?

Björn Ulbricht: Ja, Laufen ist tatsächlich mit Abstand meine Lieblingsdisziplin, obwohl ich sie nach meinem ersten Marathon letztes Jahr richtig verflucht habe. Der Totaleinbruch ab Kilometer 30 und die anschließenden Krämpfe mit zwei Stunden Sanizeltbesuch waren schon heftig. Am Laufen mag ich besonders, dass ich dabei komplett abschalten und in Gedanken versinken kann. Es ist auch die Disziplin, bei der ich besonders gut Fortschritte feststelle. Ich habe mir für nächstes Jahr vorgenommen, endlich die 1:20 beim Halbmarathon zu knacken. Mal gucken, ob es was wird (grinst). Hier sind es auch gerade die Konkurrenten, die einen antreiben. Gerade gegen Ende eines Rennens treibt es einen an, wenn man nach und nach die Konkurrenten einsammeln kann, weil man selbst seine Kräfte richtig eingeteilt hat.

erlaeuft.de: Sebastian Kienle oder Jan „Frodo“ Frodeno – wer wird am Sonntag IRONMAN-Europameister in Frankfurt?

Björn Ulbricht: Puh, schwere Frage. Ich würde es dieses Jahr Frodeno wirklich gönnen, nachdem er letztes Jahr so vom Pech verfolgt war mit Pannen beim Rad und Krämpfe beim Laufen. Ich glaube aber fast, dass wir vielleicht eine Überraschung erleben könnten. Gerade Andy Boecherer hat sich dieses Jahr bärenstark bei einigen 70.3-Veranstaltungen (die IRONMAN-Halbdistanz, d. Red.) präsentiert. In Aix-en-Provence (wo ich dieses Jahr auch gestartet bin) hat er eine klasse Leistung abgerufen.

IRONMAN in Frankfurt: Hitzeschlacht am Sonntag

1. Juli 2015 um 18:14

Beim IRONMAN an diesem Sonntag in Frankfurt werden heiße Temperaturen erwartet, wie sie sonst nur beim „Finale“ auf Hawaii zu finden sind. Zwar soll das Thermometer von Samstag 37 Grad Celsius auf Sonntag wieder minimal (35 Grad) zurückgehen, doch stellt dies alle Leistungssportler vor zusätzlichen Herausforderungen.

Neonprenverbot?

Der Veranstalter denkt derzeit darüber nach, ein Verbot von Neoprenanzügen auszusprechen. Nach dem IRONMAN-Regelwerk gilt das Neoprenverbot für die Elite-Starter, wenn im Wasser Temperaturen von 21,9 Grad Celsius oder mehr gemessen werden. Laut dem Veranstalter wurden heute exakt 21,7 Grad im Wasser des Langener Waldsees gemessen. „Schnelle Schwimmer verlieren dadurch auf der 3,8 Kilometer langen IRONMAN-Schwimmdistanz zwischen drei und vier Minuten“, berichtet IRONMAN Germany mit Sitz in Liederbach heute.

Unabhängig von den Regularien bereiten sich die Organisatoren auf zusätzliche Kühlungsmittel vor. „Ein extrem heißer Wettkampftag bedeutet nicht nur für die Athleten, sondern auch für unser Team eine besondere Herausforderung. Wir haben 14 Tonnen Eis bestellt und unsere Salzvorräte noch einmal aufgestockt“, sagt Björn Steinmetz, Managing Director der IRONMAN Germany. „Unser Appell an die Athleten ist: Geht es etwas ruhiger an, der Sonntag wird kein Tag, um persönliche Bestzeiten aufzustellen.“ Außerdem empfiehlt der Veranstalter in seiner Mitteilung für alle Teilnehmer eine Sonnenbrille mit UV-Schutz, Schwimmbrillen mit dunkel getönten Gläsern, Kappen als Schutz auf dem Kopf und vor allem: Trinken, trinken, trinken!

Weltmeister Sebastian Kienle am Start

In Frankfurt werden die Europameisterschaften des IRONMANs ausgetragen und Startplätze für Hawaii (10. Oktober 2015) vergeben. Los geht es am Sonntag um 06:25 Uhr am Langener Waldsee mit dem Schimmen über 3,86 Kilometer, danach geht es für 180,2 Kilometer bis in die Wetterau auf das Rad, bevor alle Teilnehmer noch einen Marathonlauf entlang des Mains vor sich haben und in das Ziel vor dem Frankfurter Römer einlaufen dürfen.

Am Start sind unter anderem IRONMAN-Weltmeister Sebastian Kienle und Triathlet Jan „Frodo“ Frodeno aus Deutschland sowie der Weltmeister von 2013, Frederik van der Lierde aus Belgien.

erlaeuft.de berichtet vom IRONMAN am Sonntag mit Schwerpunkt auf den Marathonlauf. Das hr Fernsehen überträgt live.

Anmeldung zum Berliner Halbmarathon

1. Juli 2015 um 17:37

Heute ist die Anmeldung für Deutschlands größten Halbmarathon gestartet: den Vattenfall Berliner Halbmarathon, der 2016 am 3. April (einem Sonntag) stattfinden wird. Für die ersten 5.000 Teilnehmer beträgt die Anmeldegebühr 35,00 Euro, Anmeldeschluss ist bei 30.000 Anmeldungen – eine Hürde, die in den vergangenen Jahren stets genommen wurde.

In diesem Jahr gewann auf der sehr flachen Strecke der Äthiopier Birhanu Legese in 59:45 Minuten. Insgesamt blieben vier Läufer unter der magischen Eine-Stunde-Grenze. Bei den Frauen gewann die Kenianerin Cynthia Chepchirchir Kosgei in 1:10:52 Stunden. Der deutsche Langstrecken-Läufer Arne Gabius musste aufgrund von Bauchmuskelkrämpfe nach 15 Kilometern und einem Blackout das Tempo drosseln, kam aber mit 1:21:18 Stunden auf dem Platz 301 noch ins Ziel.

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Der Berliner Halbmarathon führt alle Läufer durch das Brandenburger Tor. Foto: Camera 4

Der Berliner Halbmarathon startet auf der Karl-Marx-Allee und führt via Unter den Linden durch das Brandenburger Tor, über die Straße des 17. Junis vorbei an der Siegessäule, dem Kurfürstendamm entlang zurück in Richtung Mitte und auf den letzten Kilometern am Potsdamer Platz („Sony Center“) vorbei wieder zurück zur Karl-Marx-Allee. Neben der geschichtsträchtigen Strecke zeichnet sich der Berliner Halbmarathon auch durch eine Atmosphäre aus, die es sonst nur bei großen Marathonläufen gibt.

Veranstalter ist „SCC Events“, die auch den BMW Berlin Marathon organisieren.

Arne Gabius wird 6. in New York

13. Juni 2015 um 20:46

Beim Adidas Grand Prix in New York am Samstagabend holte die deutsche Marathonhoffnung Arne Gabius den sechsten Platz über 5.000 Meter auf der Bahn. Er brauchte 13:32’68 Minuten und blieb damit fast genau eine halbe Minute hinter seiner persönlichen Bestzeit (13:02’50 Minuten) zurück. „Ich war an der Spitzengruppe dran, konnte wegen des vielen Marathontrainings aber leider keine 55er Schlussrunde anbieten“, erklärte der 34-Jährige auf seiner Facebook-Seite. Gewinner des 5.000-Meter-Laufes wurde der US-Amerikaner Ben True in 13:29’48 Minuten.

In einer Woche (21. Juni) startet Arne Gabius beim 10-Kilometer-Straßenlauf „B.A.A. 10k“ in Boston.

Gabius in der Bahnsaison

13. Juni 2015 um 11:06

Arne Gabius, der letztes Jahr sein Marathon-Debüt in Frankfurt gab, befindet sich momentan in der Bahnsaison. Heute startet der 34-Jährige im Rahmen der IAAF Diamond League beim Adidas Grand Prix in New York auf 5.000 Meter. Mit einer persönlichen Bestzeit von 13:12’50 Minuten geht er mit der fünfbesten Zeit an den Start. Eurosport 2 überträgt den Lauf ab 19:04 Uhr live.

In dieser Saison absolvierte Gabius auch bereits zwei Straßenläufe: In New York lief er den prestigereichen Halbmarathon mit einer Top-10-Platzierung. Schlechter lief es beim Berliner Halbmarathon, bei dem Arne Gabius mit Seitenstechen zu kämpfen hatte, den Lauf jedoch noch im Ziel beendete.

Bei welchem Marathon er 2015 laufen möchte, ist bislang noch nicht bekannt.